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(Un)sichtbarkeit und Anerkennung - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar u. Übung Langtext
Veranstaltungsnummer 118401020 Kurztext
Semester SoSe 2018 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits Heterotopia, PSaP: 6 Cr; Kunst- und Designwissenschaft: 4Cr; PSaR: 7 Cr Belegung Belegpflicht
Hyperlink  
Belegungsfrist FB 4 10.04.2018 09:00:00 - 20.04.2018 23:59:59

Belegpflicht
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Mi. 16:00 bis 18:00 woch von 18.04.2018  Quartier Nord - 2.13        
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Dickel, Simon, Professor, Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Folkwang Universität der Künste
Inhalt
Literatur

Alle Texte und andere Materialien werden zu Beginn des Semesters in einem Reader zugänglich gemacht.

Leistungsnachweis

Hausarbeit, Präsentation

Lerninhalte

Das Sehen spielt eine entscheidende Rolle bei der Frage danach, ob wir eine Person als weiß oder schwarz, weiblich oder männlich wahrnehmen. In seinem Buch *Schwarze Haut, Weiße Masken* (frz. Erstausgabe 1952) analysiert der französische Psychiater und antikoloniale Theoretiker Frantz Fanon die Folgen dieser Verknüpfung von Sichtbarkeit und „Rasse“ mit dem Begriff „Epidermisierung“. In *Unsichtbarkeit: Stationen einer Theorie der Intersubjektivität* (2003) hingegen untersucht der Philosoph Axel Honneth die Strategie, soziale Überlegenheit dadurch zum Ausdruck zu bringen, dass durch bestimmte Personen hindurchgeschaut wird – ganz so als seien sie unsichtbar. Darüber hinaus gibt es Kategorien, die nicht als sichtbare Markierungen in Körper eingeschrieben sind. So wird beispielsweise die politische Strategie des Coming-out in der Lesben- und Schwulenbewegung gerade deshalb propagiert, weil dadurch eine vorher unsichtbare Differenz sichtbar gemacht wird. Unsichtbarkeit begünstigt in diesem Fall Diskriminierung. So beschreibt der Soziologe Didier Eribon Scham oder Unbeholfenheit als körperliche Auswirkungen homonegativer Beleidigung vor dem Coming-out.

In unserem Seminar werden wir diese unterschiedlichen Bedeutungen und Zusammenhänge von Sichtbarkeit, Differenz, Diskriminierung und Anerkennung diskutieren. Dabei setzen wir uns auch kritisch mit dem gesellschaftlichen Primat des Sehens, dem Okularzentrismus, auseinander. Die theoretischen Ansätze werden wir auf Positionen aus Literatur, Kunst und Fotografie beziehen, z.B. anhand der Arbeiten von Adrian Piper, Ralph Ellison, James Baldwin oder Jeff Wall.

Zielgruppe

Graduate: MMT

Kunst- und Designwissenschaft: 6b.3 Analyse von Kommunikationsprozessen

Photography Studies and Practice: Vertiefung Wissenschaft

Photography Studies and Research: Erweiterung/Gesellschaft


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2018 , Aktuelles Semester: SoSe 2020